Panel 5: 3D-TÜV
Innovationen sichern: Qualität und Gütesiegel für die dritte Dimension
Während sich die Kinobetreiber und Verleiher auch in Deutschland über die anhaltende 3D-Begeisterung weiter freuen dürfen, werden erste Bedenken zu gesundheitlichen Nebenwirkungen laut. Kopfschmerzen, Augenprobleme, in seltenen Fällen Übelkeit und Desorientierung – eine aktuelle Studie der Universitäten Berkeley und Wales liest sich stellenweise wie der Beipackzettel zu
einem Medikament.
Dass gerade Kopfschmerzen bei Zuschauern im 3D-Kino durchaus ein immer wieder auftretendes Problem sind, führten die Experten des Innovationsforums 3D-Cinema und Stereoskopische Medienproduktionen unter anderem auf zwei Probleme zurück.
Zum einen zeigen die Erfahrungen bei der Untersuchung verschiedener Abspielstätten enorme Qualitätsunterschiede bei der korrekten Einstellung der technischen Parameter. Zum anderen hat man die Befürchtung, dass bei der starken Nachfrage nach 3D-Content auch handwerklich schlechte S3D-Filmen auf den Markt drängen und zu wachsenden Frustrationen beim Konsumenten führen.
Als besondere Risikogruppe gelten in den wenigen Studien, die dazu bislang fundierte Untersuchungen vorgestellt haben, immer wieder Kinder. Besondere Augenmerke auf das Einhalten von Qualitätsstandards sind hier gefragt.
- Brauchen 3D-Angebote künftig einen TÜV?
- Ist 3D für jede Nutzergruppe geeignet
- Wie kann Qualität auch künftig sichergestellt werden?
Referenten
Tony Loeser, Geschäftsführer der MotionWorks GmbH
Bettina Buchler, Direktorin der Filmbewertungsstelle Wiesbaden
Dr. Andreas Berke, Zentralverband der Augenoptiker
Birgit Goehlnich, FSK - Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft GmbH
Dr. Thomas Negele, Vorstandsvorsitzender der HDF-Kino e.V.
Prof. Dr. Claudia Wegener, Mitglied der Forschungsgruppe PRIME / Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf"






